Die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Plasma und Plasmaspende

Hier finden Sie Anworten auf häufig gestellte Fragen. Sollten Sie darüber
hinaus Informationen wünschen, bitten wir Sie, Ihre Fragen direkt an die
Spezialisten von Europlasma (spenderinfo@Europlasma.at) zu richten. Sie
können uns Ihren Wunsch nach Kontaktaufnahme auch gerne HIER mitteilen!

Was passiert beim Plasmaspenden?
Wer darf Plasma spenden?
Wie oft kann man Plasma spenden?
Was bringt Plasma spenden mir persönlich?
Kann ich mich beim Plasmaspenden z.B. mit Aids oder Hepatitis infizieren?
Welche Tests müssen Spenderblut und Spender bestehen?
Welche Folgen haben wissentlich falsche Angaben?
Was ist die "Polymerase-Kettenreaktion" (PCR)?

Was passiert beim Plasmaspenden?

Bei der Plasmaspende fließt das Blut über eine sterile Nadel in ein geschlossenes Einweg-Schlauchsystem. Es wird zentrifugiert oder filtriert, dadurch werden die Blutkörperchen von der Blutflüssigkeit (Plasma) getrennt. Anschließend werden die Blutkörperchen wieder über einen Einwegschlauch in den Körper rückgeführt, und das abgetrennte Plasma fließt in einen Beutel oder eine Flasche. Der ganze Vorgang erfolgt direkt neben dem Spender, eine computergesteuerte Maschine steuert die Plasmaspende so, dass sie für den Spender sehr schonend verläuft. Die gespendete Plasmamenge hängt vom Körpergewicht ab. Die Plasmaspende dauert ca. 45 Minuten.

Wer darf Plasma spenden?

Jeder Mensch, der das 18. Lebensjahr vollendet hat, darf Plasma spenden, wenn er die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt und das Körpergewicht mindestens 50 kg beträgt. Zur gesundheitlichen Beurteilung wird mittels eines Fragebogens und in einem Gespräch mit dem Arzt die Anamnese erhoben.  

Wie oft kann man Plasma spenden?

Plasma spenden belastet den Körper kaum und ist daher 50mal im Jahr möglich. Allerdings gibt es einige Vorschriften zu beachten: zwischen zwei Spenden müssen zwei "spendefreie" Tage vergehen, innerhalb von 7 Tagen darf man nicht öfter als zweimal spenden und innerhalb von 14 Tagen darf man nicht öfter als dreimal spenden.

Was bringt Plasma spenden mir persönlich?

Plasma spenden bietet viele Vorteile: Auf der einen Seite erhalten Sie eine finanzielle Aufwandsentschädigung und attraktive Prämien - Sie können 50 mal im Jahr spenden - auf der anderen Seite werden Sie regelmäßig ärztlich untersucht und sind immer über Ihren Gesundheitszustand informiert.

Kann ich mich beim Plasma spenden infizieren?

Nein. Beim gesamten Spendevorgang wird ein neues, steriles Einmalset verwendet. Dieses Einmalset ist hygienisch dicht verschlossen. Das Blut und das Blutplasma zirkulieren ausschließlich in diesem Einmalset und haben keinerlei Kontakt mit der Umgebung. Es gibt keine Möglichkeit, mit Fremdblut oder sonstigem Material in Kontakt zu kommen.

Welche Tests müssen Spenderblut und Spender bestehen?

Es gibt einige Untersuchungen zur Feststellung der Spendetauglichkeit: Blutdruck, Herzfrequenz, Körpertemperatur, Blutbild (Hämatokrit, Hämoglobin, Gesamteiweiß). Diese Untersuchungen erfolgen bei jeder Spende, eine noch gründlichere ärztliche Untersuchung gibt es vor der ersten Spende und dann periodisch alle vier Monate. Weitere Untersuchungen werden vor allem zum Feststellen der Sicherheit des Blutplasmas durchgeführt (HBV, HCV, HIV).

Welche Folgen haben wissentlich falsche Angaben?

Wenn Sie irgendeinen Zweifel haben, ob Sie als SpenderIn geeignet sind, lassen Sie es uns bitte wissen, es geht vielleicht um das Leben anderer Menschen. Wissentlich falsche Angaben führen zum Ausschluss aus unseren Spendeeinrichtungen. Strafrechtliche Konsequenzen können bei Schädigung anderer Personen nicht ausgeschlossen werden. 

Was ist die "Polymerase-Kettenreaktion" (PCR)?

Die PCR ist eine neue, gentechnische Methode zum Auffinden von Krankheitserregern. Dringen krankheitserregende Keime in die Blutbahn des Menschen ein, so werden sie vom Immunsystem erkannt. Das Immunsystem startet nun mit der Produktion von Abwehrstoffen, den sogenannten Antikörpern. Bis diese Antikörper im Blut nachweisbar sind, vergehen oft einige Wochen. Übliche, in der Routinediagnostik eingesetzte Tests erkennen spezifisch diese Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Krankheitserreger. Die Zeit, die von der Infektion eines Menschen bis zur Nachweisbarkeit von Antikörpern vergeht, nennt man "Diagnostisches Fenster". Der PCR-Test diagnostiziert nicht die Antikörper des Menschen, sondern die Krankheitserreger selbst. Die Krankheitserreger sind nach wesentlich kürzerer Zeit im Blut feststellbar. Das "Diagnostische Fenster" wird daher deutlich reduziert. Für die Empfänger von Blutprodukten bedeutet dies eine weitere Sicherheit.

 
 

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